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Gemeinsame Sache

Stadtwerke stellen um von L- auf H-Gas

Teamgeist
Schwerterinnen und Schwerter haben bestimmt gelesen, dass Deutschland in den nächsten Jahren flächendeckend die Umstellung von L- auf H-Gas vornimmt. 2023 wird die Region Sauerland an der Reihe sein. Aus diesem Grund haben sich die fünft Stadtwerke aus Dortmund, Hemer, Iserlohn, Menden und Schwerte zusammengetan und für die Umstellung die Arbeitsgemeinschaft „ARGE Sauerland“ gegründet. Durch die Zusammenarbeit werden nicht nur Kosten eingespart, sondern vor allem eine perfekt abgestimmte und koordinierte Umstellung in der Region sichergestellt.

Hintergrund
Heute werden der Norden und Westen Deutschlands (u.a. Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz) mit Erdgas aus den Niederlanden, dem sogenannten L-Gas, versorgt. Dort sind die Förderquellen bald erschöpft, weshalb in Zukunft nicht mehr genügend L-Gas zur Verfügung steht. Damit die Versorgung dennoch reibungslos und zuverlässig bleibt, bereiten sich die betroffenen Gebiete rechtzeitig auf die Versorgung mit H-Gas vor, das im restlichen Deutschland bereits genutzt wird. Das “neue“ H-Gas wird zum Beispiel in Russland und Norwegen gefördert.

Der Termin der Gasumstellung in Schwerte ist der 26. September 2023.

Sie möchten gerne mehr über die Hintergründe der Gasumstellung und die Unterschiede zwischen L- und H-Gas erfahren? Dann schauen Sie sich doch die unten stehenden Erklärfilme an.

Alle Informationen zur Kostenerstattung finden Sie hier.

Erklärfilme

Erklärfilm 1: Allgemeine Informationen zur Erdgasumstellung

Erklärfilm 2: Erhebung, Anpassung und Qualitätskontrolle

Kostenerstattung

Nach § 19a EnWG (Energiewirtschaftsgesetz) ist dafür der jeweilige Netzbetreiber zuständig. Für Ihren Gasanschluss ist das die Stadtwerke Schwerte GmbH. Dies gilt auch, wenn Sie Ihr Gas bei einem anderen Anbieter beziehen. Die Kosten werden zunächst von der Stadtwerke Schwerte GmbH übernommen und später über die Netzentgelte auf alle Erdgaskunden in Deutschland verteilt.

Wenn Ihr Gerät anpassungsfähig ist und keine Mängel hat, entstehen für Sie keine unmittel­baren Kosten durch die Erdgasumstellung. Die Kosten zur Behebung von Mängeln wie Reparatur oder Wartung, sowie der Austausch von Gasgeräten trägt jedoch der Geräte­eigentümer.

Entscheiden Sie sich im Rahmen der Erdgasumstellung dafür, ein altes Gasverbrauchsgerät durch ein Neugerät zu ersetzen, haben Sie einen Kostenerstattungsanspruch in Höhe von 100 € pro Gerät.

Bedingungen für die Kostenerstattung:

Eine Kostenerstattung für die Anschaffung eines Neugerätes ist nur möglich, wenn Sie Eigentümer des Gerätes sind und das Neugerät im Zuge der Erdgasumstellung nicht mehr angepasst werden muss. Die ordnungsgemäße Verwendung Ihres alten Gasverbrauchsgeräts sowie die nicht mehr notwendige Anpassung Ihres Neugeräts müssen vollständig nachgewiesen werden. Ebenso wird ein Beleg darüber benötigt, dass das Neugerät weniger als 2 Jahre vor dem Schalttermin und vor der notwendigen Anpassung installiert wurde. Für die Nachweise verwenden Sie bitte das entsprechenden Antragsformular (siehe unten). Der Kostenerstattungsanspruch in Höhe von 100 € ist in der Regel mit anderen Förderungen/Finanzierungen kombinierbar.

Bedingungen für die Kostenerstattung:

  • Der Kostenerstattungsanspruch nach GasGKErstV für technisch nicht anpassbare Gasgeräte greift zusätzlich zum Kostenerstattungsanspruch nach § 19a Abs. 3 EnWG.
  • Die Bedingungen für den Kostenerstattungsanspruch nach § 19a Abs. 3 EnWG müssen daher ebenfalls erfüllt sein.
  • Zudem gilt der Anspruch nach GasGKErstV nur für Gasgeräte zum Zweck der Beheizung von Räumen in der häuslichen oder vergleichbaren Nutzung.
  • Die Höhe des Kostenerstattungsanspruch nach der GasGKErstV ist gestaffelt und bemisst sich nach dem Alter des Gasgeräts:
    • Wenn das Gasgerät zum Zeitpunkt des technischen Umstellungstermins nicht älter als zehn Jahre ist, haben Sie einen Kostenerstattungsanspruch i.H.v. 500 €.
    • Wenn das Gasgerät zum Zeitpunkt des technischen Umstellungstermins älter als zehn Jahre, aber nicht älter als 20 Jahre ist, haben Sie einen Kostenerstattungsanspruch i.H.v. 250 €.
    • Wenn das Gasgerät zum Zeitpunkt des technischen Umstellungstermins älter als 20 Jahre, aber nicht älter als 25 Jahre ist, haben Sie einen Kostenerstattungsanspruch i.H.v. 100 €.
  • Der Eigentümer hat das Alter des Gasgeräts nachzuweisen. Dieses ist in der Regel anhand des Typschilds des Gasgeräts zu bestimmen.
  • Der Kostenerstattungsanspruch entsteht nur dann, wenn das Neugerät nach Feststellung der Nicht-Anpassbarkeit durch den Netzbetreiber und vor dem technischen Umstellungstermin installiert wird

Für die Nachweise verwenden Sie bitte das entsprechenden Antragsformular (siehe unten).