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Starkregengefahrenkarte zeigt Überflutungsgefahr durch Starkregen

Heftiger Starkregen und Wasser auf den Straßen – jeder hat Bilder von Regenwasser im Kopf, das sich oberirdisch seinen Weg bahnt und wild über Straßen und Privatgrundstücke abfließt.

Dabei entstehen oft hohe Sachschäden und viel Ärger. Aber Bürger können sich schützen. Welche Straßen, Gebäude und Grundstücke in besonderem Maße von Überflutungen bei Starkregen betroffen sein könnten, zeigt eine computergestützte „Starkregengefahrenkarte“, die die Stadtentwässerung Schwerte GmbH allen Interessierten zur Verfügung stellt.

Starkregenereignisse sind intensive und kleinräumige Regenereignisse, die vor allem in Sommerhalbjahr auftreten und während dessen sehr große Niederschlagswassermengen innerhalb von kürzester Zeit und lokal begrenzt niedergehen. Die Gewitterzellen und die platzregenträchtige Wolken sind selten größer als wenige Quadratkilometer. Das macht die Vorhersage solcher Ereignisse relativ schwer.

Die Regenwassermengen, die während eines Starregenereignisses niedergehen, übersteigen bei weitem die Bemessungsgrenze der privaten und städtischen Kanalisation. Der größte Anteil des Niederschlags-wassers fließt dann oberflächlich ab.

Somit können Starkregen zu massiven Überflutungen führen, die besonders in Siedlungsgebieten immense Sach- und Personenschäden anrichten. Im Gegensatz zum Flusshochwasser, bei dem nur die ufernahen Grundstücke betroffen sein können, kann bei einem Starkregenereignis ein kompletter Stadtteil oder das gesamte Stadtgebiet betroffen sein.

Aufgrund des Klimawandels und der globalen Erderwärmung ist es wahrscheinlich, dass diese Ereignisse zukünftig zunehmen werden.

Um diese Gefahren besser abschätzen zu können, hat die Stadtentwässerung Schwerte GmbH die dreidimensionale Oberfläche des Stadtgebietes in einem Programm abgebildet und das Gebiet mittels Computersimulation beregnen sowie das Wasser oberflächlich ablaufen lassen. Für die Bewertung des Niederschlagsereignisses gibt es einen „Starkregenindex“ (SRI), der die Niederschläge in eine Skala von 1 bis 12 einteilt.

Zur Ermittlung des Oberflächenabflusses und den maximalen Wasserstand an jedem Punkt im Stadtgebiet wurde die dreidimensionale Oberfläche mit einem Regenereignis der Stärke 7 (100 jährliches Regenereignis) beregnet.

So sind Prognosen darüber möglich, wo bei einem extremen Starkregen viel Wasser fließen und sich aufstauen könnte. Selbstverständlich handelt es sich hierbei „nur“ um eine Simulation, die nicht hundertprozentig der Realität entsprechen wird, aber sie ist ein gutes Werkzeug, um viele Problempunkte sichtbar zu machen. In dieser Starkregengefahrenkarte sind die Überflutungsflächen farbig ausgewiesen. Naturgemäß ist für Anlieger die Gefährdungslage in ausgeprägten Senken und in deren Fließwegen höher.

Ziel der Starkregengefahrenkarte ist es, dass Bürgerinnen und Bürger die Risiken für ihr Grundstück erkennen können und gegebenenfalls Vorsorge treffen, um Überflutungsschäden so gut es geht zu reduzieren.Bei der Gefährdungssituation und den Handlungsmöglichkeiten sind jeweils individuelle Aspekte zu berücksichtigen. Interessierte Bürger und Hauseigentümer können sich unter https://www.stadtentwaesserung-schwerte.de/starkregenvorsorge/informieren und sich auch direkt an den Stadtentwässerung Schwerte GmbH wenden, um Tipps und Hinweise zu erhalten.

Ebenso haben die Planerinnen und Planern die Möglichkeit diese Informationen in ihren künftigen Bauprojekten zu berücksichtigen.

Starkregenindex (SRI), Quelle: IB-Beck (Wuppertal)

Stadtentwässerung Schwerte