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Energiesparen kann einfach sein!

Ein Leben ohne sichere Energieversorgung ist für uns heute unvorstellbar. Seit mehr als 150 Jahren stehen die Stadtwerke Schwerte für eine sichere Versorgung mit Energie ein.

Doch nun stehen wir alle gemeinsam vor großen Herausforderungen: Angesichts der unsicheren Weltlage und den daraus resultierenden Auswirkungen auf die Gas- und Strommärkte wird Energie zu einem zunehmend teuren – und beim Gas auch knappen – Gut. Der sorgsame Umgang mit Energie ist deshalb wichtiger als je zuvor. Dabei kann Energiesparen einfach sein!

Wir möchten Ihnen Tipps geben und Möglichkeiten aufzeigen, wie Sie selbst Ihren Energieverbrauch durch kleine, aber effektive Änderungen verringern können. Denn durch diese Maßnahmen können Sie Klima, Umwelt und Ihren eigenen Geldbeutel schonen.

Und: Jede eingesparte Kilowattstunde hilft, die Situation im nächsten Winter positiv zu beeinflussen.

Wir haben für Sie auf dieser Seite die Antworten auf die wichtigsten Fragen rund ums Energiesparen zusammengestellt. Außerdem finden Sie hier wöchentlich den aktuellen Energiespartipp aus unserer Kampagne auf unseren Social-Media-Kanälen. Alle älteren Tipps finden Sie weiter unten in der Bildergalerie. Unsere aktuelle Energiesparbroschüre können Sie direkt als PDF herunterladen.

Auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat eine eigene Kampagne gestartet, um auf Energiesparmöglichkeiten hinzuweisen und zur Solidarität aufzurufen. Alle Informationen zur Kampagne finden Sie auf den Webseiten des BMWK.

Unser aktueller Energiespartipp

Neue Routinen im Bad

  • Auch im Badezimmer können Sie Energie sparen, wenn Sie sich von ein paar typischen Angewohnheiten trennt. Diese sind nämlich richtige Energiefresser.
  • Beim Zähneputzen sollten Sie nie das Wasser laufen lassen. Sie können außerdem ein Glas oder einen Zahnputzbecher verwenden, um Ihren Mund anschließend auszuspülen. Gleiches gilt auch, wenn Sie sich die Hände einseifen oder sich rasieren. In dieser Zeit heißt es: Wasserhahn zu!
  • Ein wichtiger Tipp zum Wasserhahn. Wenn Sie den Hebel nicht auf der Mittelstellung stehen lassen, sondern auf die Kaltwasser-Position stellen, sparen Sie direkt Energie. Denn zum Händewaschen ist kaltes Wasser in Kombination mit Seife absolut ausreichend.

FAQ

Seit dem 1. März 2021 gibt es das neue Energielabel. 

Auf den ersten Blick sehen das alte und das neue Label für elektronische Haushaltsgeräte ziemlich ähnlich aus. Auf beiden befindet sich die Ampelskala von Rot bis Grün, die die Energieeffizienz des Gerätes kennzeichnet. Beide Skalen verwenden Buchstaben.

Das neue Label streicht die Plusklasse und kategorisiert die Klassen von A (beste) bis G (schlechteste). Eine Verbesserung des bisherigen Energielabels war erforderlich, um den Vergleich zwischen verschiedenen Haushaltsgeräten zu erleichtern.

Die Energieeffizienzklassen bestehender Geräte werden heruntergestuft. Kühlschränke, die bisher mit der oberen Klasse A+++ gekennzeichnet waren, zählen nun maximal zur Klasse B, C oder D. Die oberen Klassen bleiben zunächst frei, um in Zukunft Hersteller zur Verbesserung der Technologien zu animieren. In Verbindung mit dem neuen Label gibt es bei jedem Gerät einen QR-Code, über den weitere Informationen zum Gerät von den Herstellern hinterlegt sind.

Elektrogeräte wie Trockner, Staubsauger oder Backöfen erhalten ab 2024 neue Energielabels, Heizungen und Klimageräte voraussichtlich ab 2026.

  • Benutzen Sie auf den Kochstellen die passenden Kochtöpfe mit gut schließenden Deckeln.
  • Kochen Sie Kartoffeln und Gemüse mit wenig Wasser.
  • Verwenden Sie bei langer Gardauer, ab 30 Minuten, den Schnellkochtopf. Er spart bis zu 30 Prozent Energie und bis zu 55 Prozent Zeit.
  • Mit dem Einsatz eines Wasserkochers sparen Sie bei der Zubereitung bis zu 50 Prozent Energie im Vergleich zum Kochen im Topf.
  • Verzichten Sie auf das Vorheizen Ihres Backofens, bei den meisten Gerichten ist es nicht notwendig.
  • Öffnen Sie die Backofentür nicht öfter als notwendig.
  • Verwenden Sie die Umluftheizung des Backofens; Sie können so auf mehreren Ebenen gleichzeitig backen und garen.
  • Zum Aufwärmen der Brötchen verwenden Sie besser einen Toaster als den Backofen.
  • Achten Sie darauf, dass die Tür des Kühl- und Gefriergerätes gut schließt und nicht längere Zeit geöffnet bleibt. Die Scharniere sollten intakt und die Türdichtungen sauber sein.
  • Stellen Sie Speisen erst in den Kühl- / Gefrierschrank, wenn sie auf Zimmertemperatur abgekühlt sind.
  • Ordnen Sie die sorgfältig verpackten und abgekühlten Lebensmittel übersichtlich im Gefriergerät, damit bei der Entnahme das Gerät nur kurz geöffnet werden muss.
  • Sortieren Sie die Lebensmittel in die unterschiedlichen Temperaturzonen im Kühlschrank ein:
    • In den unteren Fächern ist es am kältesten. Hier sollten frische und leicht verderbliche Lebensmittel wie Fisch und Fleisch lagern.
    • In der Mitte fühlen sich Milchprodukte am wohlsten.
    • Oben im Kühlschrank ist es am wärmsten und optimal für Butter, Marmelade oder bereits gekochte Speisen.
  • Passen Sie den Kühlschrank an Ihre Haushaltsgröße an. Pro Person sollten etwa 50 Liter Fassungsvermögen kalkuliert werden.
  • Stellen Sie Ihren Kühlschrank in kühle Räume und nicht neben Herd und Heizung. Je wärmer der Raum, desto mehr muss der Kühlschrank arbeiten, um im Innern kalt zu bleiben. Direkte Sonneneinstrahlung sollten Sie vermeiden.
  • Gefrierschränke sollten regelmäßig abgetaut werden. Schon wenige Millimeter Vereisung können den Stromverbrauch enorm steigern.
  • Lassen Sie Ihre eingefrorenen Speisen hygienisch im Kühlschrank auftauen. Das dauert zwar etwas länger, aber so gibt das Gefriergut Kälte an den Kühlschrank ab und dieser muss selbst weniger Arbeiten.
  • Wählen Sie beim Kühlschrank die Lagertemperatur von + 7 Grad. Beim Gefriergerät reichen – 18 Grad als Lagertemperatur aus.
  • Bei Unterbaugeräten müssen die Lüftungsgitter in der Arbeitsfläche stets frei bleiben.
  • Das Spülen des Geschirrs in der Maschine ist im Vergleich zum Spülen mit der Hand energie-, wasser- und zeitsparender.
  • Sammeln Sie das gebrauchte Geschirr in der Geschirrspülmaschine und spülen Sie erst, wenn das Gerät sein volles Fassungsvermögen erreicht hat.
  • Vermeiden Sie beim Einräumen in den Geschirrspüler ein Vorspülen unter fließendem Wasser.
  • Nutzen Sie bei Ihrem Gerät das Spar- bzw. Eco-Programm. Diese Programme dauern zwar länger, verbrauchen aber weniger Strom. Das Wasser wird hier nur auf max. 50 Grad aufgeheizt, jedoch verlängert sich der Einweichund Spülvorgang. Es wird auch weniger Wasser als bei anderen Programmen verbraucht.
  • Ein Vollbad braucht dreimal so viel Energie wie ein 3-Minuten-Duschbad. Also: Duschen statt Baden!
  • Wenn Sie Ihre Duschzeit reduzieren oder einen Sparduschkopf, Durchlaufbegrenzer oder Perlator verwenden, können Sie nicht nur die Energiekosten senken, sondern auch Wasser sparen.
  • Drehen Sie beim Zähneputzen den Wasserhahn zu und nutzen einen Becher zum Ausspülen des Mundes. Gleiches gilt beim Händewaschen und Rasieren.
  • Nutzen Sie beim Händewaschen kaltes Wasser. In Verbindung mit Seife werden die Hände auch so sauber.
  • Lassen Sie den Hebel an Ihrem Wasserhahn an der Mischbatterie auf kaltem Wasser stehen und schieben ihn nicht für die Optik auf die Mittelposition.
  • Achten Sie bei der Möblierung darauf, dass zum Beispiel das Tageslicht für einen Arbeitsplatz ausgenutzt wird. Dadurch kann zusätzliche Beleuchtung tagsüber vermieden werden.
  • Bei allen Lichtquellen im Haushalt lohnen sich stromsparende LED-Lampen.
  • LEDs benötigen bis zu 80 Prozent weniger Strom als herkömmliche Glühlampen.
  • LED-Lampen gibt es heute in allen Formen und Farben. Dabei sollten Sie die Kelvin-Angabe auf der Verpackung beachten. Je niedriger die Zahl, desto natürlicher die Farbwiedergabe.
  • Tauschen Sie Energiesparlampen gegen LED-Lampen aus, besonders in den Räumen, die sofort in der ersten Sekunde sehr hell sein müssen – wie zum Beispiel Hausflure und Außenbeleuchtung.
  • Beachten Sie bei dem Einsatz von LED-Lampen den optimalen Abstrahlwinkel. Je geringer dieser ist, desto konzentrierter der Lichtstrahl und die wahrgenommene Helligkeit. Je größer die auszuleuchtende Fläche, desto heller sollte die Lampe gewählt werden.
  • Bei normal verschmutzter Wäsche reicht in der Regel eine Waschtemperatur von 30 Grad aus. Nur bei stärker verschmutzter Wäsche sind höhere Temperaturen erforderlich.
  • Nutzen Sie das Fassungsvermögen der Waschmaschine voll aus.
  • Verzichten Sie beim Waschen auf den Vorwaschgang und hängen Sie Ihre Wäsche zum Trocknen lieber auf. Wäschetrockner verbrauchen große Mengen Strom.
  • Nutzen Sie das Energiesparprogramm an Ihrer Maschine. Das läuft zwar länger als die Standardprogramme, verbraucht aber weniger Strom und spart jede Menge Wasser.
  • Schleudern Sie Ihre Wäsche im höchsten Schleudergang, bevor diese in den Trockner kommt.
  • Die Wäsche im Trockner trocknet schneller, wenn das Fusselsieb regelmäßig gereinigt wird.
  • Sorgen Sie immer dafür, dass Heizkörper nicht von Vorhängen, Verkleidungen oder Möbeln verdeckt werden. Die Wärme sollte sich ungehindert im Raum verteilen können.
  • Passen Sie Ihre Raumtemperatur an! Schon mit einem Grad weniger können bis zu sechs Prozent Energie gespart werden. 
    • Unsere Empfehlung:
      • Wohnzimmer: 20 Grad
      • Küche: 18 Grad
      • Schlafzimmer: 16 Grad
      • Badezimmer: 23 Grad
  • Senken Sie bei längerer Abwesenheit (zum Beispiel Berufstätigkeit, Einkaufen) oder nachts die Raumtemperatur auf etwa 16 – 17 Grad. Verwenden Sie dazu programmierbare Thermostatventile mit Nachtabsenkung. Alte Thermostate sollten etwa alle 15 Jahre ausgewechselt werden.
  • Bedienen Sie Ihr Heizungsthermostat richtig: Es wird nicht schneller warm, wenn das Thermostat voll aufgedreht ist.
  • Achten Sie darauf, die Heizungsanlage regelmäßig vom Fachmann warten zu lassen. Schon geringe Ablagerungen im Heizkessel von nur einem Millimeter können Energieverluste von etwa sechs Prozent verursachen. Lassen Sie von einem Fachmann einen hydraulischen Abgleich vornehmen. Dieser regelt individuell die Menge an Heizungswasser, die für den Raum benötigt wird. Damit funktioniert Ihre Heizung effizienter.
  • Bedenken Sie, dass durch eine gute Wärmedämmung die Heizkosten sinken und das Wohlempfinden durch weniger Strahlungskälte steigt.
  • Heizkörper müssen regelmäßig entlüftet werden, damit sie einwandfrei funktionieren können. Nutzen Sie dafür eine spezielle Entlüftungsschraube.
  • Schließen Sie in den kalten Nächten die Jalousien, Vorhänge und Rollos. So werden Ihre Fenster auch von innen zusätzlich isoliert. Diese Maßnahmen helfen außerdem auch beim Schutz vor hohen Temperaturen.
  • Achten Sie auf die Dichtung Ihrer Türen und Fenster, um die Temperatur möglichst nicht entweichen zu lassen (Dichtungsband gibt es im Fachhandel).
  • Denken Sie daran, während des Lüftens die Thermostatventile herunterzudrehen.
  • Der Energieverlust ist besonders hoch, wenn Sie Fenster gekippt halten. Sie sollten lieber dreibis viermal am Tag für etwa fünf Minuten stoßlüften.

Elektronische Geräte verbrauchen unterschiedlich viel Strom – je nach Gerätetyp und -alter, technischer Ausstattung sowie der individuellen Nutzung. Daher ist es sinnvoll, Geräte auf ihren tatsächlichen Stromverbrauch zu prüfen, um Energiefresser direkt zu entlarven.

Mit unseren Messgeräten können Sie den Stromverbrauch aller haushaltsüblichen Geräte, die über einen Stecker mit dem Stromnetz verbunden sind, messen. Diese Messgeräte können Sie sich kostenfrei im Kundenzentrum der Stadtwerke Schwerte ausleihen.

Unsere Energiespartipps

Energiesparen beim Wäsche waschen – wir haben ein paar Tipps für Sie.

  • Zunächst sollten Sie beim Waschen auf den Vorwaschgang verzichten. In der Regel reicht es, wenn Sie Ihre Wäsche bei einer Temperatur von 30 Grad reinigen. Damit können Sie schon einiges an Energie einsparen.
  • Ganz wichtig: Bitte immer das volle Fassungsvermögen der Waschmaschine nutzen und das Energiesparprogramm auswählen. Auch wenn dieses länger läuft als die Standardprogramme, verbraucht es deutlich weniger Energie und spart jede Menge Wasser. 
  • Eine sehr große Menge Strom verbraucht der Wäschetrockner. Daher ist es besser, die Wäsche zum Trocknen aufzuhängen. Wenn Sie einen Balkon, eine Terrasse oder einen Garten haben, können Sie Ihre Wäsche vor allem im Sommer sehr gut an der frischen Luft trocknen. Sollte es mal nicht anders gehen und Sie möchten den Trockner verwenden, dann achten Sie darauf, dass das Fusselsieb regelmäßig gereinigt wird. So trocknet die Wäsche schneller.

Energiefresser im Haushalt identifizieren

  • Wussten Sie, dass es ganz einfach ist, Energiefresser im eigenen Haushalt zu identifizieren? Dazu benötigen Sie lediglich ein kleines Energiemessgerät. So ein Gerät können Sie sich ab sofort kostenfrei bei uns im Kundenzentrum ausleihen, um Ihre Geräte zuhause zu testen.

  • Das Energiemessgerät stecken Sie in eine Steckdose und schließen darüber dann das elektrische Gerät an, das Sie testen möchten. Sie können damit alle elektrischen Geräte testen, die mit einem Normstecker an einer Steckdose angeschlossen sind. Ihnen wird dann der Verbrauch des Gerätes in Watt angezeigt. Die Maßeinheit für Energie ist aber Kilowattstunde (kWh). Sie benötigen also noch folgende Formel, um den realen Verbrauch in kWh zu bestimmen:

    Leistung (Watt) x Zeit (Stunden) = Energieverbrauch in Wattstunden (Wh),
    dieser geteilt durch 1000 = Verbrauch in Kilowattstunden (kWh).