Schwertes Straßenbeleuchtung im Wandel

Wenn es draußen dunkel wird, schalten sich in Schwerte jeden Abend mehr als 5.000 Lichtpunkte ein. Damit Straßen und Wege beleuchtet sind, kümmern wir uns um eine Infrastruktur, die über Jahrzehnte gewachsen ist und sich technisch immer weiterentwickelt. Moderne LED-Technik, ein geringerer Energieverbrauch und eine gezieltere Lichtverteilung spielen dabei eine wichtige Rolle.

Seit 1996 betreiben und unterhalten wir die öffentliche Straßenbeleuchtung in Schwerte. Was sich seitdem verändert hat und worauf wir heute bei der Beleuchtung achten, zeigen wir in diesem Beitrag.

Wie aus 3.500 Lichtpunkten mehr als 5.000 wurden

Als wir 1996 die Straßenbeleuchtung übernommen haben, umfasste das Netz rund 3.000 bis 3.500 Lichtpunkte. Heute gehören etwa 5.300 Lichtpunkte zu unserem Schwerter Netz.

Die Beleuchtung schalten wir dabei nicht von Hand ein. Verschiedene Steuerungstechniken sorgen dafür, dass die Leuchten automatisch in Betrieb gehen. Aktuell nutzen wir dafür vier unterschiedliche Verfahren. Sie reichen von älteren Systemen bis zur digitalen Steuerung. Langfristig setzen wir auf eine flächendeckende Digitalisierung, um die Beleuchtung zeitgemäß steuern zu können.

Mit LED-Technik Energie sparen

Zwischen 2015 und 2018 haben wir die Straßenbeleuchtung in Schwerte größtenteils auf LED-Technik umgestellt und marode Masten erneuert. LED steht für „Light Emitting Diode“, auf Deutsch Leuchtdiode. Diese Technik erzeugt Licht besonders effizient und ermöglicht es, die beleuchteten Flächen gezielter auszuleuchten.

Wie viel sich damit erreichen lässt, zeigt unser Energieverbrauch. Zwischen 2012 und 2022 konnten wir den Energiebedarf für die Straßenbeleuchtung im Durchschnitt um rund 50 Prozent senken. 

Auch bei der Wartung macht sich die moderne Technik bemerkbar. Die Überprüfung und der Austausch der Lichtpunkte mit LED-Technik ist deutlich einfacher als früher. Die theoretische Lebenserwartung der eingesetzten Technik liegt bei rund zehn Jahren. Wie lange eine Leuchte tatsächlich funktioniert, hängt allerdings auch von den jeweiligen Betriebsbedingungen ab.

Warum wir zunehmend auf warmweißes Licht setzen

LED-Licht wird häufig als kühl und weiß wahrgenommen. Dabei lässt sich die Lichtfarbe gezielt auswählen. Entscheidend ist die sogenannte Farbtemperatur, die in Kelvin angegeben wird. Je höher der Wert, desto kühler wirkt das Licht. Bei niedrigeren Werten erscheint es wärmer.

Bei anstehenden Erneuerungen stellen wir deshalb zunehmend auf warmweiße LED-Leuchten um. Dabei soll die Farbtemperatur von bisher 4.000 auf 3.000 Kelvin sinken.

Das hat nicht nur Einfluss darauf, wie wir Straßen und Wege wahrnehmen. Auch für die Natur spielt die Beleuchtung eine Rolle. Künstliches Licht kann nachtaktive Insekten anziehen und ihr Verhalten verändern. Deshalb achten wir darauf, Licht möglichst gezielt einzusetzen und unnötige Abstrahlung in die Umgebung zu vermeiden.

Unser Ziel ist es, die erforderliche Beleuchtung mit einem möglichst schonenden Umgang mit der Umwelt zu verbinden.

Licht nur dann, wenn es gebraucht wird

Wir setzen in Schwerte auch Leuchten mit Bewegungsmeldern ein. Ein erstes Projekt haben wir im Bereich des Freischütz in der Nähe des Schwerter Waldes umgesetzt.

Dort schalten sich die Leuchten ein, wenn Fußgänger einen festgelegten Bereich betreten. Anschließend gehen sie wieder aus. So steht Licht zur Verfügung, wenn es benötigt wird, ohne die Umgebung dauerhaft zu beleuchten.

Gerade in naturnahen Bereichen kann dieser Ansatz helfen, unnötige Lichtemissionen zu vermeiden. Gleichzeitig bleibt die Beleuchtung an die jeweilige Situation angepasst.

Wer entscheidet über neue Straßenbeleuchtung?

Wir betreiben und unterhalten die öffentliche Straßenbeleuchtung auf Grundlage eines Vertrags mit der Stadt Schwerte. Welche Bereiche zusätzlich beleuchtet werden sollen, entscheidet jedoch die Stadt. Für neue Lichtpunkte müssen entsprechende Mittel bereitgestellt werden. Wir bringen unser technisches Know-how in die Planung ein und setzen die vereinbarten Maßnahmen um.

Nicht jede Beleuchtung im öffentlichen Raum fällt in unseren Zuständigkeitsbereich. Die dekorative Beleuchtung, beispielsweise an Gebäuden, liegt grundsätzlich in der Verantwortung der Stadt. Wir schließen solche Anlagen an und berücksichtigen sie bei der Planung. Auch die Beleuchtung von Fußgängerüberwegen wird von der Stadt betrieben und unterhalten.

Wie wir defekte Straßenlaternen reparieren

Trotz moderner Technik kann eine Leuchte ausfallen. Damit wir Störungen möglichst schnell erkennen und beheben können, sind wir auch auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen.

Über unseren Website können Sie eine defekte Straßenlaterne direkt melden. Auf einer Karte wählen Sie den betroffenen Lichtpunkt aus. Dort sehen Sie auch, ob die Störung bereits gemeldet wurde. Nach der Reparatur wird die Leuchte wieder als störungsfrei angezeigt. 

Sie können auch unsere Schwerte APP nutzen, um Störungen jeglicher Art bei uns zu melden.

Gerade in der dunklen Jahreszeit helfen uns diese Meldungen, Ausfälle gezielt zu bearbeiten und die Beleuchtung zuverlässig in Betrieb zu halten.

Wir entwickeln die Straßenbeleuchtung weiter

Unsere Straßenbeleuchtung ist eine Infrastruktur, die sich laufend verändert. Mit der Umstellung auf LED-Technik haben wir den Energieverbrauch deutlich reduziert und den Wartungsaufwand verringert. Gleichzeitig berücksichtigen wir bei der Modernisierung zunehmend die Lichtfarbe, die gezielte Ausleuchtung und die Auswirkungen auf die Umwelt.

So verbinden wir den zuverlässigen Betrieb der Straßenbeleuchtung mit dem Anspruch, Energie effizient einzusetzen und unsere Stadt verantwortungsvoll weiterzuentwickeln.

Dieser Text wurde mit Unterstützung einer KI optimiert.